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| Waffen aus Schweden für die FARC? | | Drucken | |
| Mittwoch, 29. Juli 2009 | |
![]() FARC-EP Konkret geht es um Raketenwerfer, die unbenutzt bereits vor rund einem Jahr von kolumbianischen Truppen in einem Waffenlager der FARC sichergestellt worden sein sollen. Diese Panzerabwehrwaffen, deren Nutzwert für eine Dschungel-Guerrilla recht zweifelhaft sein dürfte, sollen aus schwedischer Produktion stammen und zu einer Lieferung gehören, die das skandinavische Land in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts an die damalige venezolanische Regierung verkauft hat. Gegenüber dem Schwedischen Rundfunk sagte Jan-Erik Lövgren von der schwedischen Aufsichtsbehörde ISP, die Regierung des Landes arbeite mit den Regierungen Venezuelas und Kolumbiens zusammen, um herauszufinden, wie die Waffen in die Hände der Guerrilla gelangen konnten. Zwar gäbe es momentan keine anhängigen Waffenlieferungen aus Schweden nach Venezuela, sonst werde man aber derzeit wohl Einspruch dagegen erheben, fügte Lövgen hinzu, Hugo Chávez sieht in dem angeblichen Skandal hingegen „Rauchbomben“ der kolumbianischen Regierung, mit denen diese von der geplanten Einrichtung von rund fünf US-Militärstützpunkten auf kolumbianischem Territorium ablenken wolle. Wie auch andere Länder Südamerikas kritisiert Venezuela die geplante Stationierung von US-amerikanischem Militär in dem Bürgerkriegsland als eine Gefährdung der Stabilität für die gesamte Region. Anfang Juli hatte die kolumbianische Zeitschrift „Cambio“ enthüllt, dass die kolumbianische Regierung ein zehn Jahre lang gültiges Abkommen mit der US-Administration abgeschlossen habe, wonach Washington fünf Militärbasen in Kolumbien betreiben könne, um die von Ecuador gekündigte Basis im dortigen Manta zu ersetzen. Zu den US-Basen sollen dem Abkommen zufolge unter anderem die kolumbianischen Luftwaffenbasen von Palanquero im Zentrum, Alberto Pouwels im Norden und Apiay im Süden des Landes gehören. Damit stünden US-Truppen in kürzester Entfernung vor den Grenzen zu Venezuela im Nordosten und zu Ecuador im Südwesten. Mit Blick auf diese neuen Stützpunkte warnte auch Ecuadors Präsident Rafael Correa bereits, dass sein Land eine erneute Verletzung der Souveränität wie am 1. März 2008, als kolumbianische Truppen kilometerweit auf das Staatsgebiet Ecuadors eingedrungen waren, nicht hinnehmen, sondern militärisch reagieren werde. |















